Wolmirstedt

Eine Stadt stellt sich vor

Wolmirstedt liegt nur 15 km von Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, entfernt und gehört zum Landkreis Börde. Heute leben hier circa 11.900 Einwohner auf einer Fläche 76,82 km². Sie erreichen Wolmirstedt über die B 189 von Magdeburg aus und mit der Bahn im stadtnahen S-Bahn-Verkehr.

Urkundlich erwähnt wurde die Stadt von Thietmar, der Bischof von Merseburg, Graf von Walbeck und Miteigentümer der Wolmirstedter Burg im Jahre 1009. Umfangreiche Bodenfunde und schriftliche Überlieferungen weisen jedoch darauf hin, dass bereits ab der Jungsteinzeit Menschen im Gebiet von Elbe und Ohre lebten. Karls des Großen Chronist Einhardt hat in den fränkischen Annalen überliefert, dass die Herren des Frankenkönigs dreimal diesen Winkel zwischen Elbe und Ohre aufgesucht und Quartier bezogen haben.

Die Elbe war jahrhundertlang Grenzfluss und prägte das harte Leben der Bewohner. Das änderte sich erst um 1300, als die Elbe sich ein neues Bett grub, die Burg zum Burgschloss ausgebaut und so zur Sommerresidenz vieler Magdeburger Bischöfe wurde.

Unter ihnen haben sich, für die Entwicklung der Stadt sowie für die Schaffung eines bescheidenen Wohlstands der Bürger, die Erzbischöfe Otto und Dietrich hervorgetan.

Während ihrer Amts- und Aufenthaltszeit auf dem Schloss ist Wolmirstedt 1590 das Stadtrecht verliehen worden. Weil aber die Menschen in den Jahrhunderten so vieles vernichtet und verschüttet haben, fehlt leider die Urkunde über diesen historisch bedeutsamen Akt.

Die Elbe war jahrhundertlang Grenzfluss und prägte das harte Leben der Bewohner. Das änderte sich erst um 1300, als die Elbe sich ein neues Bett grub, die Burg zum Burgschloss ausgebaut und so zur Sommerresidenz vieler Magdeburger Bischöfe wurde.

Unter ihnen haben sich, für die Entwicklung der Stadt sowie für die Schaffung eines bescheidenen Wohlstands der Bürger, die Erzbischöfe Otto und Dietrich hervorgetan.

Während ihrer Amts- und Aufenthaltszeit auf dem Schloss ist Wolmirstedt 1590 das Stadtrecht verliehen worden. Weil aber die Menschen in den Jahrhunderten so vieles vernichtet und verschüttet haben, fehlt leider die Urkunde über diesen historisch bedeutsamen Akt.

Die Heilige Katharina – die Schutzheilige der Stadt Wolmirstedt

Artikel aus Wikipedia übernommen.

Der christlichen Überlieferung zufolge war die hl. Katharina eine geweihte Jungfrau, die sich Christus versprochen hatte. Sie soll die schöne Tochter des heidnischen Königs Costus und dessen Frau Sabinella aus Zypern gewesen sein, die um 300 n. Chr. im ägyptischen Alexandrien lebte und von einem Eremiten zum Glauben geführt wurde.

Als der Caesar Maximinus Christen zum Märtyrertod verurteilte, trat Katharina ihm entgegen und fragte ihn, weshalb nicht er zum Christentum übertrete, statt von den Christen Götzenopfer zu verlangen. In einer öffentlichen Diskussion, zu der der Kaiser seine besten 50 Philosophen und Gelehrten aufgeboten hatte, brachte Katharina so einleuchtende und gelehrte Argumente für das Christentum vor, dass sich alle fünfzig zum Christentum bekehrten.

Weil sie nicht vermocht hatten, Katharina vom christlichen Glauben abzubringen, schickte der Kaiser sie alle auf den Scheiterhaufen.

Von ihrer Intelligenz und Schlagfertigkeit beeindruckt, bot der Kaiser Katharina mehrmals an, als „gewaltige und hochgezierte Königin“ an seiner Seite zu herrschen. Sie lehnte jedoch ab, wurde gegeißelt und ohne Nahrung zwölf Tage lang in einem finsteren Verlies eingekerkert.

Jedoch erhielt sie göttlichen Beistand durch Engel, welche die Wunden salbten, und durch eine weiße Taube, die Nahrung brachte. Auch Christus selbst kam, um ihren Glauben zu stärken und sie auf das Martyrium vorzubereiten.

Die Enthauptung der heiligen Katharina, barocke Deckenmalerei in der Alten Friedhofskirche Nusplingen von Johann Rudolf Mohr, 1711
Folterwerkzeug ihres Martyriums sollte das Rad sein. Der Legenda aurea zufolge waren es vier „mit eisernen Sägen und spitzen Nägeln“ gesäumte Räder. Zwei davon sollten nach unten bewegt werden und die anderen entgegengesetzt nach oben und somit die Märtyrin zerreißen. Auf Katharinas Gebet hin kam jedoch ein Engel und zerstörte das Folterinstrument mit solcher Wucht, dass zugleich 4000 Heiden getötet wurden. Letztendlich wurde Katharina enthauptet, und aus ihren Wunden floss Milch statt Blut. Engel brachten ihre sterblichen Überreste zum Berg Sinai. 500 Jahre später wurden ihre Gebeine dort gefunden, und der Heiligen zu Ehren wurde das Katharinenkloster an der Fundstelle gebaut. Aus ihren Gebeinen fließt unaufhörlich ein von den Pilgern für heilkräftig gehaltenes Öl.

Die Schlossdomäne

Auf der Schlossdomäne wird auch heute noch Recht gesprochen. Die Leute sagen nicht “Wir gehen zum Gericht” sondern “Wir gehen auf den Berg”.

Zum baulichen Ensemble auf dem Schlossberg gehört neben dem Gerichtsgebäude, einem imposanten Bauwerk, das sich hoch über den Dächern erhebt und nur vom schlanken Turm der St. Katharinenkirche überragt wird, auch die Schlosskapelle.

 

Ein herrliches Bauwerk in Backsteingotik, welches Ernst von Magdeburg 1480 errichten ließ. Es wird heute für Konzertveranstaltungen genutzt.

Nicht zu vergessen ist das 1770 errichtete Herrenhaus, einstmals Wohnhaus des Domänenpächters, heute Bürgerhaus im alten Stil restauriert. Hier hat die Kultur eine Heimstatt gefunden. Das letzte zum Ensemble gehörende Gebäude ist die 1846 errichtete Bruchsteinscheune, welche vom Museum als Arbeitsstätte und für verschiedene Ausstellungen genutzt wird.

Das Umland der Stadt Wolmirstedt – Börde oder Heide?

Weiter geht es am östlichen Stadtrand, Richtung Samswegen. Dort befindet sich das Landhaushotel Auerbachs Mühle mit einer 140 Jahre alten Bockwindmühle. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Ohreniederung.

Das Fischerufer ist einer der ältesten und schmalsten Straßen in Wolmirstedt und hat dementsprechend natürlich auch einen historischen Hintergrund. Hier stand vor etwa 300 Jahren ein Wasserpumpwerk – auch die große Wasserkunst genannt. Dieses versorgte damals den Großteil der 173 Einwohner, deren Tiere, die Brauerei, das Amt und die Schäferei mit dem kostbaren Gut Wasser. Richtet man seinen Blick diese kleine Gasse entlang, hat man den Eindruck, als würden sich die kleinen alten Häuser gegenseitig stützen.

An der südlichen Peripherie liegt, direkt an der B 189, der Ortsteil Elbeu. Von Barleben kommend, auf der rechten Seite, fällt der Blick auf ein altes, aber gut erhaltenes Gebäude. Es ist das einstiges Zollhaus, das vor ca. 700 Jahren unmittelbar an der Elbe lag. Nicht weit davon entfernt befindet sich eine alte Kirche, im romanischen Stil erbaut. Übrigens: Kein geringerer als Friedrich der Große spendete im Jahre 1758 Geld zur Restaurierung des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Kirchturms. Die eingemeißelte Inschrift über der Eingangstür berichtet noch heute von diesem Geschehen

Beides. Wer gern in die Heide wandern möchte, für den empfiehlt sich der Wanderwag vom Ortsteil Mose aus überLindhorst nach Colbitz. Eine entsprechende Stärkung kann man vor Beginn der Wanderung im Landgasthof Mose erhalten. Dann geht es durch Wald und Flur in den Kiefernwald.

Nicht weit entfernt liegt die Colbitz-Letzlinger-Heide. Aus dieser Region, auf einer Fläche von ca. 35.000 Hektar, erhält Wolmirstedt wohlschmeckendes gesundes Heidetrinkwasser. Hier liegt auch der größte Lindenwald Europas, der eine Ausdehnung von 185 Hektar hat. Vor allem Ende Juni/ Anfang Juli ist er ein Paradies für Naturliebhaber, denn zu dieser Zeit stehen die Spätlinden in voller Blüte. Machen Sie einen Spaziergang und kehren Sie ein in den Waldgasthof „Rabensol“

Fahren Sie nun weiter in nord-östliche Richtung, kommen Sie nach Zielitz. Hier befindet sich ein Werk der Kali und Salz GmbH Salzgitter. Es wird überragt vom „Kalimanscharo“, den man übrigens auch besichtigen kann.

1964 war Baubeginn für das Kaliwerk und 1973 wurde mit der Förderung des weißen Goldes begonnen. Zu dieser Zeit entstanden auch „Neubauten“ in Wolmirstedt, denn im Verlaufe der Jahre wurde die Stadt zu einem Wohnzentrum für die Bergarbeiter.

An der östlichen Peripherie liegt, an der Elbe, der Ortsteil Glindenberg. Hier finden Sie die längste Kanaltrogbrücke Europas. Der Mittellandkanal überquert hier die Elbe. Hierfür wurde 2003 die 918 m lange Trogbrücke errichtet. Sie ist das Kernstück des Wasserstraßenkreuzes über die Elbe.

Ein Besuch der Landeshauptstadt Magdeburg ist sehr empfehlenswert. Auf Ihrem Weg dorthin sollten Sie am Schiffshebewerk Rothensee halt machen. Eine Führung durch die Anlagen des Schiffshebewerkes Rothensee wird jederzeit angeboten. Es liegt nur 5 km von dem östlichen Stadtrand von Wolmirstedt entfernt, wurde 1938 erbaut und verbindet die Elbe mit dem Mittellandkanal.

Von der Elbe kommend, können die Schiffe mittels eines Troges bis zur Höhe des Kanals gehoben werden. Je nach Wasserstand der Elbe beträgt der Höhenunterschied 6 m bis 11 m. Vor allem für Kinder ist dieses Schauspiel immer wieder ein Erlebnis.

Übrigens, keine Frage, dass Sie vom Petriförder in Magdeburg aus, der Anlegestelle der Weißen Flotte, gern selbst einen Ausflug auf Elbe und Kanal bis nach Wolfsburg unternehmen können. Oder eine Drei-Schleusen-Fahrt oder eine Kaffeefahrt oder eine Mondschein-Fahrt oder, oder, oder…

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