Historisch ging es am letzten Freitagabend auf der Schlossdomäne in Wolmirstedt zu. Zu Beginn einer abendlichen Stadtführung wurde an der Giebelseite der Schlosskapelle eine Bronzetafel enthüllt, die an den Besuch des falschen Waldemar erinnert. Um diese Person rankt sich folgende Geschichte, die auf der Tafel nachzulesen ist:

„Im Jahr 1348 erschien auf der Wolmirstedter Burg ein Mann in Pilgerkleidung. Er legitimierte sich als Markgraf Waldemar von Brandenburg mit einem Siegelring und erhob Anspruch auf die Herrschaft. Erzbischof Otto von Magdeburg, der auf der Burg weilte, erkannte dadurch seine Identität an.

Nach kriegerischen Auseinandersetzungen und politischen Machtkämpfen erklärte Karl der IV. Waldemar jedoch im Jahr 1350 zum Betrüger.

Erst im Jahr 1351 verzichtete der „falsche Waldemar“ auf seine Herrschaft und emigrierte nach Dessau an den Hof der Fürsten von Anhalt. Dort starb er im Jahr 1356 und wurde ehrenvoll beigesetzt.“

Moderiert von Anette Pilz wurde die Szene locker und recht frei nachgespielt. In historische Gewänder gehüllt traten Stadtratsvorsitzender Heinz Maspfuhl als falscher Waldemar, Heike Bastian als Erzbischof und Jörg Bonewitz als Stadtwache auf. Bürgermeisterin Marlies Cassuhn berichtete ebenfalls unterhaltsam über eine fehlende Genehmigung, die das Anbringen der Tafel um etliche Monate verzögert hat. Das Publikum genoss dieses abendliche Intermezzo sichtlich, gab es doch zur Feier des Tages für die Anwesenden Schlehenlikör vom falschen Waldemar und von der Bürgermeisterin ein Gläschen Sekt.

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